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Einleitung zur Inselgeschichte

Durch den Sumpf

Der weg durch das Sumpfland schien mir als der sinnvollste. Ich will also auf ihm anfangen, diesen mir unbekannten Landstrich zu erkunden. Immer noch hämmert es in meinem Kopf und ich bin nicht sehr ruhig. Doch ich muss weitergehen, damit ich etwas erreichen kann. Es ist ein schwüler Tag. Ich kann nicht gut vorwärts gehen, denn auch meine Beine tun mir mit der Zeit weh. Links neben mir zieht sich immer noch die Felswand hin, die ich nicht weit weg von mir zu einem hohen Berg aufsteigen sehe. Was hätte mich erwartet, wenn ich zur Höhle gegangen wäre, oder zum Fluss, dessen Rauschen immer schwächer wird?

Ich sehe um mich herum weiterhin Kiefern und Birken im langen Riedgras stehen. Das Wasser plätschert teilweise sogar unter meinen Tritten. Plötzlich sehe ich vor mir aus dem Gras eine schwarze Schlange gleiten. Sie schillert im Sonnenlicht. Langsam kommt sie auf mich zu geschlängelt. Ist sie giftig? Will sie mich beißen? Soll ich einfach davonlaufen? Soll ich sie mit einem Stein erwerfen? Sie kommt immer weiter auf mich zu. Ich weiche zurück. Ich weiß nicht, ob ich vom Weg abkomme. Die riesige, am Bauch rot gesprenkelte Schlange drängt mich zurück.

Einmal stoße ich mit der Schulter an den Ast einer Birke, dann stolpere ich über einen kleinen Haufen. Schließlich sackt unter mir der Boden durch. Es ist in meinem Sichtfeld kein Baum zu sehen, an dem ich mich festhalten könnte. Ich sinke ein. Ich strample zwar so fest ich kann mit meinen Beinen, aber das nützt mir leider nichts. Die Schlange kommt mir immer näher. Ich bin nun schon bis zum Bauch eingesunken. Plötzlich saust eine kleine Maus an mir vorbei. Die Schlange bemerkt sie und gleitet schnell an mir vorbei, der Maus hinterher, die stehen geblieben ist. Nun rennt sie wieder weiter, die Schlange hinterher. So bin ich die Schlange los. Aber wie soll ich nun wieder aus dem Moor hinauskommen? Ich drehe mich um, soweit mir das noch möglich ist. Hinter mir, gerade noch mit der Hand zu erreichen, steht eine Kiefer. Aber wie soll ich mich daran herausziehen? Ich versuche, mich mit aller Kraft umzudrehen. Ich schaffe das fast. So versuche ich, mich mit dem Ast nach vorne zu ziehen. Es gelingt mir!

Ich bin zwar vollständig durchnässt, befinde mich aber doch wieder auf festem Land. Ich gehe trotz dieser durchnässten Kleider parallel zu der Felswand weiter. Schließlich läuft der Pfad auf die Felswand zu. Dort geht zu meiner Linken ein Trampelpfad den Berg hinauf, geradeaus geht es in eine Schlucht hinunter und rechts von mir ist ein Wald, hinter dem auch noch ein Weg fortgehen kann.

Für welchen dieser Wege soll ich mich entscheiden? Jeder kann ungeheure Gefahren für mich bergen. Ich muss mich also zwischen der Schlucht, dem Berg und dem Wald entscheiden.

Nächstes Kapitel: „Im letzten Moment“