Hier geht‘s los

Einleitung zur Inselgeschichte

In Not

Wir sind wieder auf dem Weg, diesmal auf einem, den man fast ‚gebahnt’ nennen könnte. Nun wandern wir in Australien und nicht mehr auf der Insel, auf der die Ieldegrandeats wohnen. Man sieht auf diesem Weg teilweise Wagenspuren, wenn wir nicht eine Abkürzung quer durch die Prärie nehmen. Hin und wieder begegnen wir sogar Pferdefuhrwerken. In der ersten Nacht, die wir wieder auf dem Weg verbringen, müssen wir wieder draußen schlafen. Aber wir kommen am zweiten Tag unserer Wanderung durch einige Dörfer, die sich nun schon mehren. Man merkt hier, dass man langsam schon der Zivilisation entgegen geht und es scheint, als gäbe es keine großen Gefahren mehr, die hier auf uns lauern könnten. Aber es steht zunächst noch ein kleiner Gebirgszug vor uns, bevor wir in die Ebene kommen, in der die große Stadt, deren Namen wir bis jetzt noch nicht erfahren konnten, liegt. Der Gebirgszug hat zwar keine hohen Berge, ist also leicht zu überwinden, aber er zieht sich über eine lange Strecke in die Breite. Also ist man hier wahrscheinlich für einige Tage auf sich selbst gestellt, ohne auf jemand anderen zu treffen.

Am Abend des zweiten Tages nach dem Aufbruch aus dem Dorf an der Küste des Meeres kommen wir an ein kleines Haus, das einsam im Wald steht. Wir beschließen hierzu, dass wir dort übernachten wollen. Der Wirt will uns auch aufnehmen, aber das nur gegen Geld. Um ihn nicht zu beleidigen, zieht Thommofloin seinen kleinen Geldsack hervor, in dem umgerechnet wohl 100 € enthalten sind, die wir von dem dankbaren Vater des Kindes erhalten haben. Ich glaube, dass der Mann bemerkt hat, dass wir so viel Geld bei uns haben. Wenn uns das nur nicht zum Verhängnis wird! Da wir auch etwas zu essen brauchen, sage ich (Ab hier schreibe ich Dialoge wieder direkt auf Deutsch):

„Gut. Können wir auch zu Essen haben?“

„Sicher, gegen Bezahlung. Ich werde euch danach alles zusammenzählen, was ihr mir zahlen müsst.“

Mir kommt das komisch vor. Der Mann will für alles Bezahlung, was im Gegenzug zu der Gastfreundlichkeit steht, die wir bis jetzt hier erlebten. Ich glaube nicht, dass uns der Mann ein gutes Mahl mit einem genießbaren Abendessen bereiten kann. Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei, hier zu übernachten. Wie nun, wenn uns dieser Geldgierige Wirt ausrauben will? Er hat, so finde ich, kein gutes Gesicht, soweit man dadurch auf den Menschen schließen kann. Ich glaube, dass wir uns vor ihm in Acht nehmen müssen.

Erstaunlicherweise bekommen wir vom Wirt ein gutes Abendessen, wenn es auch wenig ist, was also gar nicht auf böse Absichten mit uns schließen lässt. Er setzt sich zu uns und isst mit. Doch sobald er sich unbeobachtet wähnt, bemerke ich über sein sonst so freundlich lächelndes Gesicht ein schelmisches, ich möchte gar sagen, höhnischen Grinsen gehen.

In der Nacht, wir liegen auf Stroh zum Schlafen, höre ich vor dem Haus plötzlich Geräusche, die mich aufwecken. Auch Thommofloin muss sie gehört haben, denn er ist ebenso wach. Wir stehen auf uns schleichen uns zum Fensterladen, der verschlossen ist. Ich habe vorhin, als ihn der Wirt geschlossen hat, gehört, dass er ein hörbares Quietschen produziert. Also blinzeln wir nur durch eine Ritze, die vorhanden ist. Unten, im ‚Hof’ des Hauses, sehe ich den Wirt mit einigen anderen Leuten zu Pferd sitzen. Sie sind wohl gerade angekommen und springen jetzt aus dem Sattel. Was wollen diese Leute hier? Sind sie gekommen, um uns hier zu überfallen? Möglich wäre es, aber nicht wahrscheinlich. Sollen wir sie belauschen? Ich glaube, das ist zu gefährlich. Ich kann mich sicher nicht gut anschleichen und außerdem besteht ja die Gefahr, dass die Leute mich überraschen. Die einzige Möglichkeit ist es, so glaube ich, morgen, falls diese Männer dann noch da sind, sie geschickt auszufragen und so etwas zu erfahren.

Als wir am nächsten morgen in die Stube dieses umfangreichen Hauses kommen, sitzen die Reiter schon dort und nehmen ein spärliches Frühstück ein.

„Diese freundlichen Männer kamen heute ganz in der Früh und pochten mich aus dem Schlaf. Sie wollten unbedingt ein Frühstück haben. Ich bin ganz schön sauer auf sie,“ versucht sich der gerade ins Zimmer kommende Wirt zu rechtfertigen. Mir entgeht jedoch nicht, dass er diese Worte so sagt, als würde er lügen. Aber was sollen wir machen? Diese Männer sind so schweigsam, dass wir uns nicht trauen, sie anzusprechen. Schließlich brechen wir auf. Doch vor uns sind schon die anderen fremden Männer abgeritten.

Wir kommen auf dem Weg langsam zwischen die Ausläufer der Berge, die uns immer mehr zwischen sich nehmen. Schließlich geht es bergan. Wir kommen durch lichte Bergwälder, bis wir endlich die Baumgrenze erreichen. Es geht nun wieder, wie am Anfang meiner Reise über bröckelige Pfade, teilweise flankiert von Latschen. Manchmal kommen wir über schroffe Felskämme, auf denen teils über hundert Meter der Pfad nach einem halben Meter seitlich steil abfällt. Wir durchschreiten auch kühle Schluchten, wenn wir zwischen zwei hoch aufragenden Felswänden hindurchgehen. Manchmal verengen sich die Schluchten derart, dass wir nicht mehr nebeneinander Platz finden.

Plötzlich, an einer solchen Stelle, es muss gerade später Mittag sein, treten hinter einigen im Weg liegenden Felsbrocken fünf Männer hervor. Ich erkenne sie sofort wieder: Es sind die Reiter, die gestern Nacht an unserer Herberge anlangten. Sie sind raue, stark bärtige Gesellen, die Gewehre in der Hand haben. Sie sehen sehr kräftig aus und ich bekomme Angst. Einer von ihnen schreit uns an:

„Keine Bewegung oder wir schießen euch nieder! Wenn ihr euer Leben retten wollt, kommt her und lasst euch von uns binden. Ihr seid unsere Gefangenen!“

„Was haben wir euch getan? Was wollt ihr von uns?“ entgegnet Thommofloin frech, aber auch geistesgegenwärtig. Ich hingegen bin so erschrocken, dass ich meinen Mund nicht einmal mehr aufbekommen kann. Mir läuft die Angst kalt über den Rücken. Wollen diese Leute unser Geld haben? Nun ja, dann würden sie wahrscheinlich nicht finden, weil Thommofloin sein Geld gut versteckt hat. Aber wollen sie wirklich unser Geld? Oder wollen sie uns gar umbringen?

Für all diese Gedanken bleibt mir nur wenig Zeit, denn der Mann, der das Wort führt und wohl auch der Anführer der fremden ist, spricht weiter:

„Mach’ dich doch nicht lächerlich! Was wir wollen? Kennst du uns nicht mehr? Heute morgen, beim Wirt? Natürlich wollen wir euer Geld, das ihr ja nicht knapp bemessen habt. Kommt mit erhobenen Armen her und lasst euch binden, oder wir spicken euch beide mit Blei!“

In diesem Fall sind wir leider wehrlos. Wir beiden unbewaffnete Jugendliche gegen fünf ausgewachsene, bärenstarke Männer, die noch dazu mit Gewehren bewaffnet sind. Was hätten wir für Chancen! Wir müssen also die Hände in die Höhe nehmen und uns von den Männern gefangen nehmen lassen. Sie binden uns die Hände auf den Rücken und schieben und dann vor und her, dorthin, wo sie ihre Pferde zurückgelassen haben. Es ist ein scheußliches Gefühl, das keinem zu gönnen ist, wenn man gebunden als Gefangener von den Feinden geschoben wird. Wir haben keine Aussicht auf Rettung. Wer soll uns schon zur Hilfe kommen? Wir können nur abwarten, was diese Räuber mit uns anfangen werden. Machen sie wirklich ernst und töten uns? Werden sie unser Geld finden? Werden sie ein Lösegeld fordern? Alle diese Fragen kann ich jetzt nicht beantworten.

Sie binden uns auf zwei Pferde und reiten mit uns fort. Weil sie uns die Augen verbunden haben, kann ich nicht sehen, wohin sie uns führen. Lange Zeit muss es jedenfalls nicht gewesen sein, denn wir werden schon nach einer halben Stunde Ritt, der uns sicher nicht wohl tut, losgebunden und irgendwo hingeführt. Dort setzt man uns nieder und wir werden gebunden. Nach einiger Zeit frage ich vorsichtig:

„Thommofloin, bist du da?“

„Ja, ich bin da.“

„Was ist da gerade alles passiert? Wer ist das? Warum haben die uns festgenommen?“

„Ich weiß nicht, wo wir sind,“ flüstert Thommofloin. „Aber ich bin sicher, dass es die fünf Männer auf uns abgesehen haben und nicht einfach so auf Reisende gewartet haben. Ich glaube der Wirt steht mit ihnen im Bund…“

„…und hat den Räubern verraten, dass wir einiges Geld bei uns haben,“ wird er von mir unterbrochen. „Wahrscheinlich wollen sie von uns auch noch ein Lösegeld erpressen, um uns danach doch noch umzubringen. Zeugen einer solchen Tat darf es ja nicht geben.“

Mir ist mulmig zumute. Wir haben immer noch die Augen verbunden und wissen also nicht, ob uns jemand belauscht. Doch ich habe es im Gefühl, dass das nicht der Fall ist. Ich glaube, jedermann hat ein solches Gefühl, zu bemerken, ob sich jemand in seiner Nähe befindet.

„Da stimme ich dir bei,“ spricht Thommofloin weiter. „Wir dürfen ihnen also auf keinen Fall etwas zusagen. Doch ich glaube, wenn wir uns nicht selbst helfen, haben wir keine Aussicht auf Rettung. Keiner kommt uns nach oder sorgt sich um uns. Ich habe darum wirklich Angst. Ich will nicht hier mein Leben beend… – Doch horch! Da kommt jemand!“

Tatsächlich höre auch ich Schritte, die sich unserem Sitzplatz nähern. Dann höre ich eine krächzende, weibliche Stimme sagen: „Kommt mit, ihr müsst zum Hauptmann!“ Damit bindet uns die Frau los und nimmt uns die Binde von den Augen. Ich bemerke keine Sonne, sondern nur Fackelschein. Wir befinden uns in einer Höhle und waren an zwei Pfosten angebunden. Die Höhle hat mehrere Verzweigungen, die in einzelne Räume führen. Wir werden in einen von diesen geführt. An der dem Eingang abgewendeten Seite sitzt ein großer Mann, der äußerlich überhaupt nicht sauber aussieht, nur seine Waffen sind gut geputzt. Überhaupt wirkt alles an dem Mann sehr kriegerisch.

„Ihr seid also die jungen Burschen, die mir vorgeführt werden sollten. Wisst ihr überhaupt, wo ihr seid?“

„Nein, natürlich nicht, woher denn?“ entgegnet Thommofloin.

„Sei nicht so frech! Aber ich will es euch sagen: Ihr seid bei den Anhängern des gefürchtetsten Räuberführers Australiens: Mir, Hal Maru! Wenn ihr euer Leben retten wollt, so gebt uns euer Geld heraus und lasst ein Lösegeld für euch bezahlen. Sonst werdet ihr schon morgen Abend nicht mehr leben. Also entscheidet euch!“

„Wir müssen uns das noch überlegen. Gibst du uns eine Bedenkzeit?“ fragt Thommofloin

„Die kann ich euch gewähren, aber nur bis morgen Früh! Dann müsst ihr entschieden haben.“

Wir werden wieder fortgeführt. Diesmal kommen wir in einen Raum, dürfen aber unsere Augen offen haben. Allerdings bemerke ich, dass sich eine Wache vor unsere ‚Wohnung’ gestellt hat. Ein Entkommen ist also nicht leicht möglich. Es ist kalt in unserem Raum. Nur eine Fackel beleuchtet uns. Wir sind hier vollständig in die Gewalt unserer Feinde gegeben. Werden wir hier jemals wieder herauskommen? Sollen wir hier, in einem Gebirgsmassiv Australiens, unsere letzte Ruhe finden, ermordet von Räubern? Es ist ruhig hier, für mich eigentlich zu ruhig. Erst nach einiger Zeit fange ich an, leise mit Thommofloin zu flüstern. Wir müssen sehr leise sprechen, damit uns die Wache nicht versteht.

Wir reden darüber, ob wir wohl jemals wieder freikommen werden und wie wir entkommen können – ohne Ergebnis. Wir überlegen, ob wir das Geld nicht lieber doch bezahlen sollen, um zu sehen, welche Auswirkungen das hat, doch wir kommen zu dem Ergebnis, dass es nichts bringen würde, da uns der Hauptmann wohl doch umbringen würde. Wir beschließen am Ende, alles zu verweigern, und zu sehen, was passiert. Wenn wir umgebracht werden sollen, kann uns das Geld auch nicht mehr retten.

In der Nacht schlafe ich sehr unruhig, genauso wie damals, in der ersten Nacht auf der Insel. Zusätzlich quälen mich die engen Fesseln, die man uns wohl so angelegt hat, um uns Qualen zu bereiten. Auch jetzt habe ich wieder, sobald ich einmal kurz einschlafe, Alpträume:

Wieder der große, bärtige Mann, der vor mir steht, die schreienden Stimmen um mich her und schließlich der Mann in der Ecke, der niedergerungen wird. Doch diesmal geht der Traum noch weiter: Plötzlich nehmen mich von hinten auch zwei Männer, ich will schreien, kann es aber nicht, und ich bekomme einen solchen Hieb auf den Kopf, dass ich bewusstlos werde. In diesem Moment wache ich auf. – Ist das wirklich keine Fantasie? – Ich schlafe wieder ein. Diesmal träume ich von Meereswellen, über die ich treibe. Ein seltsamer Gedanke. Wieder wache ich auf.

Am nächsten Morgen werden wir schon früh geweckt. Der Hauptmann will uns sehen.

„Na, wie habt ihr euch entschlossen? Ihr werdet das Geld doch herausgeben?“

„Nein. Ihr könnt versuchen, es zu finden, werdet aber keinen Erfolg haben. Außerdem denke ich, dass ihr uns trotzdem umbringt, wenn ihr das Geld dann habt, denn wir dürfen keine Zeugen sein.“

„Aber selbst wenn es so wäre, was ja gar nicht stimmt, könnte es doch euch egal sein, ob wir das Geld besitzen oder irgendjemand anders, der für euch das Lösegeld bezahlt.“

Ich kann mich nicht halten. Für wie blöd hält uns dieser Mann? Das ist reine Frechheit. Ich muss loslachen. Er beachtet das jedoch gar nicht, sondern sagt einfach und trocken:

„Gut, dann werdet ihr sterben. Heute Mittag schon werden eure Seelen von euch gehen. Aber ihr sollt nicht schnell und schmerzlos sterben, sondern ihr werdet gemartert. Vielleicht ändert ihr eure Meinung bei den Qualen am Pfahl, wenn wir euch verbrennen, skalpieren und pfählen. Tretet mir aus den Augen!“

Das hört sich schauderhaft an! Uns bleibt aber keine Zeit mehr zum überlegen, wir werden weggeführt und wieder, noch fester als vorher, gefesselt. Man bringt uns aber nicht mehr zurück in den Raum, in dem wir vorher gelegen sind. Wir werden außerhalb der Höhle auf die Felsen gebracht. Endlich sehe ich wieder die Sonne. Aber es wird das letzte Mal sein, dass ihr Lauf über den Tag von mir gesehen wird. Wir sind noch im Gebirge, den Felsformationen nach zu schließen nicht weit von der Überfallsstelle entfernt.

Ich sehe die Vorbereitungen zu unserer Folterung. Mir läuft der kalte Schweiß über den Rücken, mein Herz schlägt wie wild. Ich atme tief, aber ruhig. Einige Männer stellen Marterpfähle auf. Nach ungefähr einer Stunde meiner Anspannung kommen immer Männer, die wohl alle Räuber dieser ‚Organisation’ sind, und sogar Frauen und Kinder aus der Höhle. Sie alle wollen, glaube ich, unserer Folterung beiwohnen oder sich sogar beteiligen.

Kurze Zeit später werden wir geholt. Ich bin nun überzeugt, den heutigen Abend nicht mehr zu überleben. Unser einziges Ziel ist in unserem Leben jetzt noch, diesen Menschen zu zeigen, dass wir keine Memmen sind. Ich werde nun zuerst an den Marterpfahl gebunden, die Hände nach hinten. Ich werde sterben, das ist sicher und beschlossene Sache, denn es ist keine Rettung mehr in Sicht. Ich habe Angst vor dem Tod, dem ich nun direkt in die Augen schaue. Jetzt kommt der Hauptmann aus der Höhle. Er wird von allen seinen Kriegern gefeiert, unter denen er jetzt einige auswählt, die er zu unserer Folterung bestimmt. Die Sonne sticht heiß vom Himmel. Die Angst in mir lässt mich mehr schwitzen, als ich es jemals getan habe. Der Hauptmann tritt zu Thommofloin; mit ihm soll also die Marterung beginnen.

In diesem Moment, der Hauptmann will gerade die Stelle bezeichnen, in die das erste Wurfmesser dringen soll, drehen sich alle, einschließlich uns und ihm um, um einen Reiter zu betrachten, der gerade ankommt und etwas laut schreit:

„Haltet ein! Ihr dürft diese Männer nicht ermorden! Sie sind meine Freunde!“

Wie bin ich überrascht! Der Reiter, der gerade ankommt, ist kein anderer als der Mann, dessen Sohn ich das Leben im Wasser gerettet habe. Wie kommt er hier her? Gehört er zu den Räubern? Wird er für uns sprechen? Hoffnung flammt in mir auf. Nun kommt der Mann näher und geht auf den Hauptmann zu, der noch immer bei uns steht.

„Warum habt ihr diese Burschen an den Pfahl gebunden?“ fragt er.

„Sag, Sabu Mes, du bist doch auch einer von uns! Sie wollen kein Lösegeld zahlen und auch nicht das herausgeben, was sie bei sich haben. Was ist in dich gefahren, dass du dich für sie einsetzt?“

„Einer von ihnen hat meinem Sohn das Leben gerettet und das Geld, das du ihnen abnehmen willst, haben sie aus Dankbarkeit von mir bekommen. Ich darf sie nicht morden lassen, auch wenn ich dein Freund bin.“

„Du bittest also für sie?“

„Ja, das tue ich. Ich will, dass du sie freigibst.“

„Ich werde dir diese Bitte gewähren, denn ich verstehe deine Gründe. Binde sie los!“

Da sieht man wieder einmal, was einem Hilfsbereitschaft und das Einsetzten für Andere an Vorteilen bringen kann. Sabu Mes zerschneidet unsere Fesseln und nimmt uns mit zu sich in seine Wohnung in der Höhle.

So geht diese Geschichte doch gut aus und wir haben ein Abendteuer mehr gesammelt. Sabu Mes bietet uns sogar noch an, uns zu der Stadt zu führen.

Nächstes Kapitel: „Meine Eltern“