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Helmut Reichelt

Helmut Reichelt sitzt mit seiner Mandoline auf einem Stuhl auf der Bühne

Was der Vater kann, kann der Sohn irgendwann noch viel besser (oder: nur schlechte Lehrer werden von ihren Schülern nie übertroffen).

Das Interesse am Gitarrespielen begann bei Lawrence mit dem Rythmusspielen auf den leeren Saiten einer alten Mandoline. Lawrence (damals noch „Lorenz“) entdeckte mit etwa 3-4 Jahren die „Pling-Pling“ und machte damit ziemlich Krach. Es gibt noch irgendwo ein Foto davon. Einige Jahre später (ca. 2001) wurde ich als Vater von Lorenz gebeten, ihm die mir bekannten einfachen Gitarrengriffe beizubringen. Lorenz lernte sie recht schnell und konnte durch die Erfahrungen mit dem Klavierspielen (Grundzüge der Harmonielehre) auch bald einfache Lieder begleiten.

Als ihm dann die eintönige „Schrumm schrumm“ Begleitung in der rechten Hand zu langweilig wurde, musste ich ihm die Grundzüge des „Pickens“ beibringen. Nach einigen Wochen konnte Lorenz von mir hier nichts mehr dazulernen.

Von Reiter-Freunden wurde Lorenz dann mal gefragt, ob er „Country Roads“ von John Denver kenne. Wir hörten uns das Stück auf CD an und holten uns den Text aus dem Internet (http://www.john-denver.org/default.asp?id=439). Und dann schenkte ich Lorenz zum Zwischenzeugnis 2005 die DVD vom Wild-Life Konzert von John Denver. Und seitdem ist die Musik von John und das Spielen seiner Lieder auf Gitarre (und Klavier) ein Mittelpunkt im Leben von Lorenz. Im Sommer 2005 verfolgten wir im Internet die Reise der Taylor K-65-CE Gitarre von Colorado nach Geretsried – ich werde die Freude von Lorenz nie vergessen, als er nach der Ankunft von einem Pfadfinder-Bundeslager hier diese 12-saitige Gitarre aus Koa-Holz auspackte und nachts um ½ 12 Uhr anfing, auf seinem Trauminstrument zu spielen.

Lorenz spielt diese Gitarre phantastisch gut. Der Vater ist vom Lehrer zum Zuhörer geworden und hat jetzt neue Aufgaben als Begleiter auf Mandoline, Geige oder 5-String-Banjo. Nur wenn Lawrence mal selbst am Klavier sitzt, nimmt der Vater seine Gibson zur Begleitung in die Hand.

Vielleicht wird der Vater ja noch mal eine Bassgitarre (E-Bass) anschaffen und darauf Lawrence bei seinen Liedern begleiten lernen.

„…and when these fingers will strum no longer, hand the old guitar to young one’s stronger…“